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DAS BLAUMÄNNLE
 
TOURISMUS / Stadt stellt erste Analyse und Planungsansätze vor
Juwel mit neuem Antlitz
Blautopf-Areal soll umgestaltet werden - Bürgerbeteiligung geplant
Wie kann der Blautopf für Besucher attraktiver gestaltet werden, ohne das Naturerlebnis zu beeinträchtigen? Die Stadt hat erste Planungsansätze vorgestellt. Die Vorschläge im Überblick.
ANDREAS SPENGLER

Blaubeuren -
Ein erster Schritt sei gemacht, sagte Stadtbaumeister Dr. Martin Schenk. In einer 30-seitigen Analyse hat er mögliche Planungsansätze vorgestellt. Diese sollen die Basis bilden für die zukünftige Bürgerbeteiligung. Voraussichtlich soll es ein moderiertes Verfahren geben, zum Teil auch via Internet. Die genaue Methode wollen die Gemeinderäte mit der Verwaltung in den kommenden Ratssitzungen abstimmen. Blautopfmauer Die Blautopfmauer sei sanierungsbedürftig und teilweise unterspült. Diese könnte abgerissen werden, dazu müssten auch die beiden Bäume an der Mauer gefällt werden. Denkbar wären ein Ersatz für die Mauer, aber auch Sitzstufen, die zum Wasser hinunterführen oder eine Sitzterrasse, die über das Wasser ragt. Insgesamt soll der Vorplatz zwischen Blautopf- und Klostermauer aufgewertet werden, auch durch weniger Durchgangsverkehr. Für die zahlreichen Radtouristen sollen zudem Fahrrad- sowie E-Bike-Ständer aufgestellt werden. Verkehr Doch die Verkehrsführung am Blautopf gestaltet sich weiter schwierig. Der Mühlweg könne nicht gesperrt werden, weil Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr und Zulieferer weiterhin Zugang haben müssen, erklärt die Stadt. Eine neue Zufahrt von Osten her an den Bädern vorbei sei aufgrund des Engpasses an der Abzweigung Mühlweg/Blaubergstraße nicht möglich. Dort ist die Straße stellenweise nur 2,20 Meter breit. Möglich wäre jedoch, die Blautopfstraße nur für Anlieger und Radler offen zu halten, zum Beispiel durch versenkbare Poller. Wege Die Kieswege um den Blautopf könnten ausgebaut werden, schlägt Schenk vor, ohne jedoch die Wurzeln der Bäume zu beschädigen. Die Stadt denke über eine Pflasterung nach, damit auch Kinderwägen und Rollator den Blautopf umrunden können. Pfade, die vom Blautopf wegführen, sollen zurückgebaut und bepflanzt werden. Somit soll weitere Erosion verhindert und die Besucher sollen auf die Hauptwege gelenkt werden. Um den Rundkurs um den Blautopf abzuschließen, könnte ein Fußgängersteg gebaut werden. Auch das bisherige Holzgeländer würde erneuert werden und "dauerhafter konstruiert", um in Zukunft hohe Folgekosten zu vermeiden. Zudem könnten an interessanten Aussichtspunkten "Verweilbereiche für Touristengruppen" geschaffen werden und mehr Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Beschilderung Um Besucher künftig besser über die Attraktionen zu informieren und durch die Stadt zu leiten, sollen die Informationstafeln aktualisiert werden und neue aufgestellt werden. Die "Schöne Lau" könnte mit einer Fotowand bekannt gemacht werden, von der aus Touristen mit Selfies die Geschichte "als kostenlose Werbung in alle Welt" verschicken, wie das Bauamt schreibt. Behindertengerecht Auch für Menschen mit Behinderung soll der Zugang zum Blautopf erleichtert werden, mindestens ein Behindertenparkplatz in Blautopfnähe soll geschaffen und eine behindertengerechte Toilette aufgebaut werden. Naturschutz Bei allen Vorschlägen und Ideen: Stadtbaumeister Schenk stellte auch klar, dass der Blautopf und die Blau im FFH-Schutzgebiet liegen. Jeder Eingriff in ein solches Gebiet müsse zuvor umfangreich geprüft werden. So ist der Blautopfbereich zum Beispiel Lebensraum mehrerer Fledermäuse, die im Sommer über dem Blautopf nach Insekten jagen und im Winter in den zahlreichen Höhlen in der Region überwintern.
 
Erscheinungsdatum: 29.07.2016, Copyright Das Blaumännle
 
 
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