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DAS BLAUMÄNNLE
 
BÜRGERVERSAMMLUNG / Rund 50 Bürger interessieren sich für die Mitgestaltung
"Mehr Platz vor dem Blautopf"
Blaubeurer sehen großen Verbesserungsbedarf rund um das Schmuckstück ihrer Stadt
Der Blautopf ist Blaubeurens größte Attraktion, aber rund um den Blautopf liegt einiges im Argen. Darin waren sich die Teilnehmer der Bürgerversammlung in der Stadthalle einig. Gemeinsam sollen Verbesserungen erarbeitet und dann umgesetzt werden.
THOMAS SPANHEL
Parkende Autos und Motorräder, Menschentrauben und Cafébetrieb: An manchen Wochenenden ist auf der Straße vor dem Blautopf kaum ein Durchkommen. Das belastet die Anwohner und nervt Besucher. Jetzt, in der kalten Jahreszeit sind vor dem Blautopf vor allem große betonierte Flächen und schadhafte Mauern zu sehen. Diese unschönen Dinge sind bei der Bürgerversammlung zur Neugestaltung des Blautopf-Areals am Dienstagabend in der Stadthalle nur kurz angeklungen. Dafür wurden sie hinterher im kleinen Kreis unter den rund 50 Anwesenden umso intensiver besprochen oder auf einen Zettel notiert und an Pin-Wände geheftet. "Wir brauchen mehr Platz vor dem Blautopf", regte ein Teilnehmer an und verwies auf den Verkehr, auf die wenig attraktive Gestaltung und die begrenzten Freiflächen zwischen Kloster und Blautopf. Andere empfahlen, den ganzen Bereich für den Verkehr zu sperren und nur Anwohner dort hineinfahren zu lassen. Autos, die zu Wohnungen jenseits des Freibads und zu den Kleingärten wollen, sollten mit Hilfe einer Brücke umgeleitet werden. Auf einem Zettel war notiert, dass der Baumbestand am Blautopf erhalten werden solle, auf einem anderen, dass die Wege zum Blautopf besser und einheitlicher zu beschildern seien. Weitere Wünsche betreffen die Umzäunung des Blautopfs und den engen Weg jenseits des Denkmals der Albwasserversorgung. Auch ein Durchbruch in der Klostermauer und dadurch ein weiterer Zugang zum Klosterareal wurde angeregt.
Mehr Ideen erwünscht
Diese und andere Notizen wurden am Mittwochabend einfach gesammelt - als Ansporn für weitere Vorschläge, die im Laufe der nächsten zwei Monate im Internet unter der Adresse http://www.Blaubeurengestalten.de zusammengetragen werden - oder in eigens dafür bereit stehenden Ideen-Boxen im Rathaus, der Stadtbücherei, dem Tourismus-Büro und bei der TWB. Koordiniert und auch vor Ort begleitet wird das Projekt von dem Moderationsbüro "Politaktiv" aus Tübingen. Die Idee einer Brücke über die Blau, um den Verkehr aus dem Wohngebiet abzuleiten und das Blautopf-Areal besser gestalten zu können, der sei schon formuliert worden, sagte Bürgermeister Jörg Seibold. Jetzt sollten aber auch die Ideen von Anwohnern, Blautopf-Besuchern und professionellen Planern berücksichtigt und in Arbeitsgruppen konkreter diskutiert werden. Am Ende sollten Vorschläge für die Umsetzung entstehen.
Kompromisse nötig
Dabei müsse man sicher auch über den "eigenen Tellerrand" hinaussehen und die Bedürfnisse anderer Gruppen berücksichtigen, gab Seibold zu bedenken. Das habe mit dem recht überschaubaren Bereich und den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Leute zu tun, die sich dort aufhalten. Er erinnerte an direkte Anwohner, die es eher ruhig haben wollten, und an solche, die vor allem schnell und möglichst ohne Hindernisse zu ihren Wohnungen in der Blaubergstraße oder im Mühlweg kommen wollten. Touristen möchten möglichst nahe an den Blautopf fahren. Dann gebe es die Interessen der Sommerbühnen-Besucher und die der Naturschützer, denn der Blautopf stehe unter Naturschutz. "Es wird nicht möglich sein, alle Wünsche zu 100 Prozent zu realisiern", unterstrich der Bürgermeister. Um das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren, werden in den künftigen Arbeitskreise voraussichtlich auch professionelle Planer ihre Vorstellungen einbringen. Anni Schlumpberger von "Politaktiv" lud alle ein, sich notfalls auch telefonisch zu melden, um Ideen im Internet zu veröffentlichen. Sie hofft auf viele Vorschläge während der nächsten Monate.
 
Erscheinungsdatum: 02.12.2016, Copyright Das Blaumännle
 
 
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