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DAS BLAUMÄNNLE
 
HANDEL / Die "Blaue Karte" soll Besucher auf das innerstädtische Angebot aufmerksam machen
"Alle haben sofort mitgemacht"
Auf postkartengroßen Karten präsentieren sich 30 Läden und Dienstleister
Mit einer "Blauen Karte" sollen Besucher der Blautopfstadt auf das Angebot der Händler und Dienstleister aufmerksam gemacht werden. Auch die Stadt präsentiert Einrichtungen. Die Karten sollen an sechs markanten Standorten zu haben sein.
PETER SCHUMANN
Ein Ehemann besucht seine Frau, die seit drei Tagen im Gesundheitszentrum Blaubeuren liegte. Im Foyer entdeckt er einen Metallständer mit vielen postkartengroßen Motiven. Bunt, fetzig und witzig. Er nimmt eine Karte heraus, auf ihr steht: "Blumen sind das Lächeln der Erde". Auf der Rückseite findet der Mann eine Karte, wo das werbende Blumengeschäft in Blaubeuren zu finden ist, er sieht die Öffnungszeiten und kann sich über das Angebot informieren. Der Mann macht kehrt, geht in das Geschäft und kommt zu seiner Frau zurück, mit einem großen Blumenstrauß in der Hand. Diese Szenerie hatten Architekt Markus Gebhardt, die Buchhändler Martin Gaiser und Irena Bohovic sowie Detlev Meyer von der Bikestation vor Augen, als sie die Idee der "Blauen Karte" entwickelten. Doch sie redeten nicht nur, sie machten auch. Mit tatkräftiger und finanzieller Unterstützung durch die Stadt entstanden 30 postkartengroße Visitenkarten von Geschäften und Dienstleistern aus der Blautopfstadt, auch die Stadt präsentiert sich. An sechs Punkten in der Stadt sollten die Metallständer mit den Karten aufgestellt werden: drei im Krankenhaus, einer am Rathaus, einer beim Café Kuhn und einer beim Tourist-Info. "Wenn sich ein Standort als nicht so gut herausstellt, suchen wir einen anderen", erklärt Gebhardt. Für die Kartenständer gibt es auch Paten, die sich darum kümmern, ob die Ständer beschädigt sind, ob genügend Karten vorhanden sind.
Anklang gefunden
Die Idee fand beim Handel großen Anklang, wie Gaiser und die anderen erfahren haben. "Alle haben sofort mitgemacht." Dabei mag geholfen haben, dass die Stadt die Kosten für das Grafikbüro übernahm, die Händler mussten nur die Karten in einer Auflage von 1000 Stück bezahlen. "Die Aktion fächert nach Außen auf, was wir haben und zeigt nach Innen, das etwas passiert", sagt Bürgermeister Jörg Seibold angesichts der Klagen, dass die Innenstadt verwaise und die Stadt nichts dagegen täte. Er weiß zwar, dass man mit dieser Aktion nicht die Probleme der Innenstadt lösen kann, aber sie ist ein Baustein, um die Situation zu verbessern. Noch eines ist bemerkenswert: das Tempo der Realisierung. Im März wurde die Idee geboren, Mitte Mai kann das vorläufige Ergebnis präsentiert werden. Dies wiederum war nur möglich, weil die Geschäftsinhaber mitgemacht haben. Nur so lasse sich etwas bewegen, sind sich die Akteure einig.
 
Erscheinungsdatum: 19.05.2017, Copyright Das Blaumännle
 
 
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